Die Schattenseite Instagrams

Die Schattenseite Instagrams

Trotz des Faktes, dass Instagram heutzutage zu einer der beliebtesten Apps zählt, bei der überwiegend jüngere Menschen Freude finden ihr Leben zu teilen und das Leben verschiedenster Personen zu verfolgen, entspricht Instagram nicht dem, wie es meist dargestellt wird. Viele fallen auf die Illusion Instagrams hinein.

Aber was genau ins diese sogenannte „Schattenseite“ Instagrams? Und was sind die Konsequenzen?

Sobald man die App öffnet wird man allerlei wunderschönen Bildern konfrontiert. Luxusartikel, exklusive Reisen, der perfekte Körper und das Leben, von dem jeder träumt…dies sind einige der Themen, welche man sieht, wohin man auch schaut.

Leute können Bilder und Videos über ihren Lebensstil posten, mit anderen Usern kommunizieren und, selbstverständlich, das Leben Prominenter verfolgen. Auch wenn dies sehr harmlos rüberkommen mag, illustriert Instagram oft ein falsches Ideal. Unter den ungefähr eine Milliarde Usern sind knapp 70% 34 Jahre alt und jünger. Das heißt wiederum, dass die Mehrzahl der User noch recht jung, viele noch minderjährig, sind. Und was als ursprünglich gefahrloser Spaß und Ablenkung vom realen Leben dienen sollte, kann in vielen Fällen schnell in ein (krankhaftes) Suchtverhalten übergehen.

Insgesamt gaben, laut Statista, über 40% der amerikanischen Online User zwischen 18 und 22 Jahren an, eine Social Media Sucht entwickelt zu haben. Eine Social Media Sucht bezeichnet das nicht ablegbare Verlangen sich konstant über die Gegebenheiten auf diversen sozialen Plattformen zu informieren. Folgen eines solchen Verhaltens wirken sich in Extremfällen in Form von Depressionen, Isolation, starker Unzufriedenheit, Euphorieschüben, sobald man das technische Gerät anschaltet, welche beim Abschalten wieder sofort aufhören etc.. Allerdings kann eine Person nicht nur süchtig nach allgemein Social Media sein, sondern auch mit dessen mehr oder weniger aufgezwungen Idealen (bspw. Schönheitsidealen), wie den „perfekten Körper“ zu erreichen oder einem bestimmten Lebensstil nachzueifern (Luxusleben etc.).

Jüngere Menschen, insbesondere junge Frauen, besitzen die Tendenz zu einer gewissen Naivität, welche sich insbesondere in solchen Belangen bemerkbar macht. Gemeint ist hierbei, dass sie des Öfteren diverse Bilder sehen und dies als Leitbild und die Personen als persönlichen Standard ansehen, den sie erreichen, wenn nicht sogar übertreffen, wollen. Was viele allerdings überschauen ist der Fakt, dass die meisten Posts (stark) bearbeitet und/ oder gestaged sind; anders formuliert, sie entsprechen nicht der absoluten Wahrheit.

Somit ist ein Vergleich schon von Beginn weder sinnvoll noch in irgendeiner Weise möglich. Viele Frauen versuchen dieses unerreichbar „perfekte“ Ideal zu erreichen und sind der Gefahr ausgesetzt, sich in Folge dessen selbst zu verlieren. Sie versuchen, ihr Leben im besten Licht zu zeigen, wie nahezu jeder andere auch, wobei dies weit von der Realität entfernt ist. Genetische Voraussetzungen und/ oder Disziplin, wie auch Anstrengung, sind elementar für einen guten (und gesunden) Körper. Manche werden süchtig dieses Schönheitsideal zu erfüllen, welches von der Gesellschaft aufgestellt wurde und verlieren sich, wie bereits erwähnt, im Verlauf dessen selbst und enden teilweise in sehr ernst zu nehmenden mentalen Störungen, darunter bspw. Magersucht, Bulimie, aber auch wiederum Depressionen und Selbstkomplexen.

Abschließend kann man, anhand der oben aufgelisteten Argumente, sagen, dass man sich der Illusion Instagram bewusst werden muss, um nicht getäuscht zu werden.

Und auch wenn viele Bilder falsch dargestellt werden und somit nicht hundertprozentig real sind, kann man dennoch die App genießen, wenn man einsieht, dass diese dargestellte, scheinheilige Perfektion in der Realität so nicht existiert.

Written by Milena V. Meincke

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